Nach einer wieder längeren Nacht mit Nudel-Kochexperimenten wartete der erste ernsthafte Gegner auf uns: die Slowakei. Wie üblich waren alle Mann im Oberrang im einen Block versammelt, wobei die Probleme mit den dort sitzenden wieder durch Kartentausch erledigt wurden. Gegen die Slowaken gab es zwar eine Niederlage, aber unser Team konnte gut mithalten. Gegen Palffy & Co.ist nur schwer anzukommen und andere Teams sahen da schon deutlich schlechter aus.



Unsere Jungs vor einem schweren Spiel.


Die Slowaken spielten offensiv, scheiterten aber öfters an Robert Müller.


Was ist denn das für eine Fingergeste?


Klatschen ist da doch viel passender.


Und getrommelt wurde auch noch kräftig.


Als bester Spieler wurde Mirko Lüdemann geehrt.


Japan spielte am Abend gegen die Ukraine, da es aber nicht so aussah, dass die Söhne Nippons hier etwas reissen konnten, beschlossen ein paar von uns im zweiten Drittel in die Innenstadt von Helsinki zu fahren, wo sich Vappu, ein traditionelles finnisches Studentenfest, dass immer am letzten Tag des April stattfinden, in vollem Gang befand. Es mag sein, dass es einen besonderen Anlass für dieses Fest gibt, uns erschien es hauptsächlich so, dass die Finnen sich an diesem Tag auf möglichst kreative Weise ins Koma saufen. Dazu muss man noch wissen, dass die finnischen Gesetze normalerweise den Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit ausserhalb von entsprechend lizenzierten Lokalen verbieten, was auch während der WM strikt kontrolliert wurde. In einer netten Kneipe trafen wir dann zufällig auf einen Finnen, der einige Zeit in Deutschland verbracht hatte und sich angeregt mit uns unterhielt. Die Studenten waren von dem normalbesoffenen Finnen durch farbige Overalls zu unterschieden, die, wie uns unser Gastgeber erklärte, die Zugehörigkeit zu verschiedenen Hochschulen anzeigten. Vermutlich, um die Opfer am nächsten Morgen wieder leichter sortieren zu können :-)



Auch diesmal kein Sonnenaufgang für unsere Asiaten.


Jemand hatte Schaumpulver in den Brunnen gefüllt und der Arme ist da irgendwie drin gelandet. Braucht es noch mehr Beweise, Euer Ehren?


Sauferei vor einer so imposanten Kulisse, das gibt's nicht überall.


Der fröhliche Finne mit Ralf, Petra und Sandra.


Das waren noch normale Farben, hatte auch einen pinkfarbenen gesichtet.


Dieser Student war eine Ausnahme. Er konnte noch vernünftige Sätze in einwandfreiem Englisch bilden. Auffällig sind die zahlreichen Firmenlogos, möglicherweise Uni-Sponsoren.


An ebendiesem Abend hatte die Landshuter Fraktion das Abendspiel ausfallen lassen und war mit einem vorher besorgten Anglerschein an einem nahegelegenen See fischen gegangen. Mit Erfolg, wie man sieht. Der Fisch war recht essbar, aber zuviele Gräten :-).




Der erste Mai ist auch in Finnland ein Feiertag und war spielfrei. Ein Großteil der Gruppe hatte für diesen Tag einen Ausflug nach Tallin (Hauptstadt von Estland) gebucht, ich musste da leider wegen fehlendem Reisepaß passen (und verweise deshalb auf die Berichte von Tux oder Lusches) und bin deshalb nur ein paar Stunden mit Jürgen durch die Innenstadt geirrt (miserables Regenwetter und eiskalte Temperaturen hinderte mich am Fotografieren). Wenigstens hatten wir ein nettes Restaurant gefunden (war nicht so einfach, weil alle Finnen beim Feiertagsessen waren) und lecker gegessen.

Mit Schlafen war es auch diesmal Essig, da unsere Party Animals um 2 Uhr zwei Finninen mit finnischem Übersetzer anschleppten. Wenn sie mich vorgewarnt hätten, wäre ich wachgeblieben. Aber so durfte ich mich von einer netten Finnin wecken lassen :-) Die beiden sprachen zwar kein Wort Englisch, aber hatten wahrscheinlich alles verstanden, was zu ihnen gesagt wurde. Dann kam der Finne auf die Idee, dass man doch mal die Appartment-Sauna ausprobieren könne. Barney und Vesi waren davon vollauf begeistert :-) So ca. um 5.30 verliessen uns unsere Gäste und es wurde es dann langsam ruhig.

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