Der Kreis schließt sich. Zum ersten Mal seit Beginn meiner WM-Besuche (ab 2001) habe ich einen ausländischen WM-Standort erneut besucht. Das wird sich wohl jetzt regelmäßig wiederholen, mal abgesehen von dem eher ungewöhnlichen Spielort Minsk im nächsten Jahr. Wieder nach Finnland, dem Land der tausend Seen, der hohen Bierpreise und der absolut positiv verrückten Fans. Zum Glück hat uns die Gruppeneinteilung nicht wieder nach Stockholm geschickt (das Risiko bestand). Die Schweden haben zwar eine schöne Hauptstadt, aber die WM-Organisation letztes Jahr war ja eine mittlere Katastrophe. Das hat man in Helsinki schon um einiges besser drauf.

Ein bewährtes Team soll man nicht ändern, also ging es dieses Jahr wieder mit den Indianern in den noch höheren Norden. Plus noch zwei Krefelder: Tom und Dirk. Und weil uns das Camping letztes Jahr so gut gefallen hat, gingen wir auch dieses Mal auf einen Campingplatz, eine preisgünstige Alternative zu den teuren Hotels der Stadt. Der Campingplatz Rastila liegt ca. 8 km außerhalb und direkt neben der (einzigen) U-Bahn-Linie Helsinkis, die einen zügig in die Innenstadt bringt. Perfekte Verkehrsanbindung also, kein Vergleich zum letzten Jahr! Hoch ging es mit dem KLM-Flieger mit dem üblichen Zwischenstopp in Amsterdam. Ich sollte wohl langsam eine Vielfliegerkarte bei KLM beantragen. Mit dabei der Weidener Kollege Tobi, der auch auf dem Campingplatz untergebracht war. Mit dem Flughafenbus in die Stadt und der Metro zum Campingplatz. Herrlich einfach im Gegensatz zum letzten Mal. Der Rest des Teams hatte allerdings mit der Baltikum-Route einen nicht ganz so direkten Anreiseweg gewählt. Mit dem Auto über Polen, Litauen, Lettland und Estland und dann von Tallin mit der Fähre nach Helsinki rüber. Da ist schon allein die Anreise ein eigener Urlaub. Nachdem dann alle eingetroffen waren, wurde die Campinghütte eingerichtet. Ein schönes Teil, zwei Schlafräume, Küche/Essbereich und natürlich die obligatorische Sauna neben dem Bad, die wir allerdings nicht nutzen konnten. Grund: Hier wurden die auf der Ost-Tour eingekaufen Biervorräte eingelagert. Auf dem Campingplatz war auch ein Gutteil der üblichen WM-Fans zu finden, also wurde der Anreisetag gleich mal mit Begrüßung und Akklimatisierung verbracht. 


Der Frühling hatte erst vor kurzem begonnen, wie man hier noch sieht.


Raue, wilde Natur gleich vor der Haustür!

Der Bereich der großen Campinghütten.

Blick auf den Wohnwagenbereich mit davorliegendem Zeltplatz.

Eine der größeren Blockhütten.

Das Duschen- und Sanitärgebäude

Das Festzelt des Königs, voll ausgestattet mit allem drum und dran!

König Taddi himself beim Geniessen der finnischen Frühlingssonne.

Fürs Zelten wäre es mir aber doch noch zu frisch gewesen.

Flagge (bzw. Banner) zeigen!

Ulli mit der ersten leeren Bierpalette

Der erste Spieltag hatte gleich mal ein Hammerspiel für uns angesetzt, das Spiel gegen den Gastgeber, natürlich am Abend. Also ging es gemütlich mit diversen Bieren in die Innenstadt und dann zum Bahnhof und mit dem Zug eine Station weiter zum Bahnhof Pasila. Leider mussten wir das gute Bier dann am Eingang zum Fandorf entsorgen, die Securityleute waren da gnadenlos (entsorgen = trinken). Wir hatten wie angekündigt keine Karten im Vorverkauf bestellt und das war auch gut so. Die Organsisatoren hatten zwar ein wenig aus dem Ticketdesaster vom letzten Jahr gelernt, aber wirklich nur ein wenig. Die Vorverkaufspakete waren noch immer happig teuer und für die finnischen Heimspiele durfte man 120 Euro für eine Oberrangkarte hinblättern. Das sind ja schon NHL-Verhältnisse! Deshalb fanden wir uns dann lieber vor der TV-Leinwand im Fanzelt ein. Vorher wurde noch das Merchandise-Zelt geentert und die wichtigsten Einkäufe getätigt. Vom Nachmittagsspiel bekamen wir dann auch noch was mit. Die Ähnlichkeit des Fandorfs mit der WM 2003 war übrigens kaum verkennbar, nur dass das Fanzelt diesmal dreimal so groß war wie früher. Das Spiel selbst war natürlich ausverkauft (schliesslich ist Finnland ein echtes Eishockeyland) und auch das Fanzelt füllte sich zum Abend hin vollständig. Tolle Atmosphäre, aber diese Bierpreise! Ächz! Das Spiel selbst... besser als erwartet! Selbst die Heimfans schienen ein wenig beeindruckt zu sein. Jedenfalls wurde uns ausgiebig zum ersten WM-Punkt gratuliert. Bevor dann der große Trubel begann, setzten wir uns Richtung Bahnhof ab, um noch einen Happen zu essen. Dabei fanden wir dann raus, dass die Metro in Helsinki schon relativ früh dicht macht. Zuim Glück gibt es eine Nachtbuslinie, die die gleiche Strecke fährt und nur doppelt so lang braucht.  Und natürlich deutlich günstiger als eine Taxifahrt. :-)


Sieht ja fast wie 2003 aus!


Ulli beim Anlocken der ersten Fotomotive

Und schon hat es funktioniert :-)

Auch die Volunteers liessen sich nicht lange bitten.

Erstes Abchecken des Fanzelts unter den wachsamen Blicken der Schiris

Jaaa, ein Bild zusammen mit dem finnischen Papst! Made my day!

Na wenigstens sind die Großbild-Fernseher ganz brauchbar.



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