So, die dicken Brocken zum WM-Auftakt haben wir durch, jetzt kann der Spaß anfangen. Dachten wir.  Zuerst bekamen wir noch Besuch von Gernot aus Kassel und seinem Kumpel aus Crimmitschau, darauf musste natürlich ein Bier gehoben werden. Ein wenig später machten wir uns auf zu einem der wichtigen Spiele, dem allseits beliebten Duell gegen das südliche Bergvolk, die Ösis. Im Gegensatz zu den vorherigen Spielen lief die Partie recht schleppend, wir taten uns doch etwas schwer. Im letzten Drittel lief es dann besser und kurz vor Ende kamen wir noch in den seltenen Genuss, ein technisches Tor zu sehen. Damit war zumindest die Schlappe von Bietigheim wieder ein wenig gut gemacht, auch wenn das Spiel nicht sonderlich hochklassig war. Danach dann Party, Bier, Essen, das übliche Programm.


"Früh" am Morgen ist auch im Partyzelt des Königs noch nichts los. :-)


Erstmal das schöne Wetter geniessen.

Und dann die Gäste bewirten.

Auch dieser Barbereich hat sich in den letzten zehn Jahren nur wenig verändert.

Die Hymne wurde diesmal von drei Tenören gesungen (nicht DIE Drei Tenöre)

Wir hatten uns inzwischen wie die meisten Fans dank laxer Blockkontrollen in den Unterrang begeben.

Rob Zepp war immer auf dem Posten.

So muss das aussehen!

Markus Kink bekam dafür dann auch eine schöne Tissot-Uhr.

Und so langsam nehmen auch die Biervorräte ab.

Los geht's, auf geht's zur großen Tour durch Finnland! Naja, zumindest durch einen Teil davon. Am Morgen hockten wir uns alle in die beiden Autos und fuhren Richtung Norden, nach Lahti, der Sporthauptstadt Finnlands. Hier ist eines der Hauptzentren des nordischen Skisports, mit großen Sprungschanzen, die ohne Schnee und Leute nicht ganz so beeindruckend wirken, aber trotzdem ein schönes Bild abgeben. Direkt daneben liegt das Stadion für den Rundledersport und ein wenig weiter die örtliche Eishalle. Im Mai ist das ganze recht verlassen, was auch am regnerischen Wetter liegen könnte (war übrigens so ziemlich der einzige Schlechtwettertag). Nach gebührender Begutachtung gab es erstmal Frühstück im örtlichen Hesburger. Netterweise holte die Verkäuferin für uns die englischsprachigen Karten raus, mit dem finnischen Wort für Chickenburger konnten wir nichts anfangen. :-) Nach der Stärkung ging es weiter in den Norden zur Stadt Savonlinna, malerisch gelegen innerhalb der Finnischen Seenplatte. Die Haupt-Sehenswürdigkeit hier ist die sehr gut erhaltene mittelalterliche Burg Olavinlinna. Sie liegt auf einer kleinen Felsinsel in einem der Seen und ist nur über eine Pontonbrücke erreichbar. Die Burg wurde 1475 von den Schweden (zu deren Gebiet Finnland damals noch gehörte) als Verteidigungsanlage gegenüber dem sich ausbreitenden russischen Staat von Nowgorod gebaut. Jahrhundertelang konnte sie diese Funktion erfüllen, bis sich ihre Bewohner Anfang des 18. Jahrhunderts den russischen Belagerern ergeben mussten. Die Burg wird heutzutage für Konzerte, Seminare oder Hochzeiten genutzt und ist vollständig besichtbar. Leider wurde die Führung nur in finnischer Sprache durchgeführt, aber wir bekamen zumindest ein Manuskript in Deutsch, welches die wichtigsten Dinge erklärte. Die ganze Zeit regnete es Bindfäden, also waren wir ganz froh, dass die Burg in so einem guten Zustand ist. Sie gilt als die besterhaltenste mittelalterliche Anlage Nordeuropas. Nach der ganzen Kletterei durch Türme und Gänge war dann erstmal Mittagessen im Hafenrestaurant von Savonlinna angesagt.  Weiter fuhren wir durch die Seenlandschaft, aber das Wetter wurde einfach nicht besser. Deshalb wurde nach Ankunft in der Grenzstadt Imatra beschlossen, die Tour abzukürzen. Zum Glück für mich, denn Ulli hatte schon angedroht, Fuzzi und mich an der nur wenige Kilometer entfernten russischen Grenze auszusetzen und wer hätte dann diesen Bericht geschrieben? :-)  Nach dieser langen Fahrt lief der Abend dann ruhig.


Übersichtskarte des Sportzentrums. Interessanterweise scheint es im Winter eine andere zu geben.


Sprungschanzen im Sommer. Passt irgendwie nicht ,oder?

Mit Schnee macht das sicher mehr Eindruck.

Am Rand des Rundlederstadions gab es noch einen Schneerest.

Schnee zieht den Ulli irgendwie magisch an. :-)

Andere Seite mit Blick auf das Restaurant und Skimuseum.

Denkmal für eine finnische Skisportlerin, hab mir allerdings den Namen nicht gemerkt.

Hey, hier fehlt das Schild für Kapstadt! :-)

Hesburger ist do etwas wie der nordische Burger King.

Die Burg Olavinlinna von der kleinen Vorinsel gesehen
.
Gar düster ist dieser Burg Eingang.

Unserer finnischer Führer vor einer Königsstatue.

Maßstabsgetreues Modell der Burganlage.

Die kleine aber feine Burgkapelle.

Das Offiziershaus. Ein späterer Anbau, wie unschwer zu erkennen ist.

Auch die Türme wurden mehrfach umgebaut, wie z.B. die Decke des Turms.

Überdachte Burggänge sind das richtige für dieses Wetter.

Effektive Platzausnutzung in diesem Gemäuer.

Blick auf die Seeseite der Burg.

Dieser Raum wird auch gerne für Veranstaltungen henutzt.

Die Burg verfügt über einen Innenabort - im Mittelalter der Inbegriff von Luxus.

Die Türme sind mit einer Holzkuppel und Kupferplatten abgedeckt.

Der Hafen von Savonlinna - bei besserem Wetter sicher beliebt:

Im Seenland war das Wasser nicht nur unten.



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