Der Sonntag war eigentlich spielfrei für uns, aber wir hatten uns noch Karten für das Spiel USA-Finnland besorgt. Inzwischen war unsere Gruppe allerdings gesundheitlich etwas angeschlagen. Dazu muss man erwähnen, dass die Kanadier offensichtlich ein anderes Temperaturniveau gewöhnt sind als Mitteleuropäer. Obwohl die Temperaturen kaum höher als 15 Grad gingen, liefen viele Einheimische in leichter Sommerkleidung rum, sogar unten am Hafen, wo es ja generell sehr windig war. Das war aber nicht das eigentliche Problem: Jedes Haus in Halifax verfügt über eine Klimaanlage und in den meisten Fällen war diese ständig auf einen kalten, spürbaren Luftzug eingestellt. Egal wo man war, im Frühstücksraum, im Maxwell's, irgendwelchen Geschäften und natürlich auch in der Eishalle. Kein Wunder, dass man sich da irgendwann eine Erkältung einfängt. Aus dem Grund blieben Petra und Monika im Hotel, während Attacke und ich eines der ausgezeichneten Fischlokale der Stadt namens Little Fish besuchten. Mal was anderes, als das übliche Maxwell's-Futter.


Dieses Kunstwerk in Öl musste ich unbedingt festhalten. :-)


Beim Spiel später setzten sich die Finnen knapp durch, das wenig ansprechende Spiel wurde durch einige Fights zum Ende noch etwas aufgelockert. Besonderes und möglicherweise spielentscheidendes Highlight war ein irreguläres Tor der Finnen. Der Puck ging durch ein Loch im Netz direkt neben einem der Torpfosten, was für jeden klar ersichtlich war, der in der Nähe saß. Nur für den Video-Torrichter anscheinend nicht, der das Tor als gültig anerkannte. Wie ich später hörte, wurde der Torrichter nach diesem Spiel beurlaubt, weise Entscheidung, auch wenn die Amis davon nichts hatten.


Der Goalie war danach wahrscheinlich auch ziemlich pissed off.


Kanada kurios: Eine Familie machte Stimmung mit Metallschüsseln !?!


Das Mädel hat das Prinzip wohl noch nicht ganz verstanden. :-)


Offensichtlich herrschte Diskussionsbedarf zwischen beiden Teams.


Für den Abend hatten wir das lange geplante Hummeressen eingeplant und dafür einen Tisch im "Five Fishermen" bestellt. Ein echt nobles Lokal mit persönlichem Kellner, der sich mit Namen vorstellt, eine opulente Salatbar und Muscheln for free und die feinsten Meeresfrüchte, die ich seit langem gegessen habe. Wobei sich nur Attacke getraut hat, einen Hummer zu essen, ich war schon froh, dass ich meine Portion aus verschiedenen Fischarten geschafft hatte. Sollte es euch mal irgendwie nach Halifax verschlagen, plant einen Besuch bei den Five Fishermen ein, es lohnt sich!


Leicht zu finden, fast direkt gegenüber dem World Trade Center


Attacke hält schonmal die Hummer-Werkzeuge bereit.


Ein nettes Teil und auch recht schmackhaft, wie ich hörte.



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