An nächsten Morgen wurden wir dann mit der kanadischen Form von Frühstück konfrontiert. Brötchen oder irgendwas anderes als Weißbrot und Toast ist unbekannt, aber dafür gab es Rührei in rauen Mengen, abwechselnd mit Schinken, roten Bohnen, Kartoffelwürfeln und flachgeklopften Würstchen. Nach erster Stärkung ging es dann zur Eishalle, um die vorbestellten Tickets abzuholen. Die Eishalle, das Halifax Metro Centre, liegt im Zentrum der Stadt und nur 200 Meter vom Marriott entfernt, sehr angenehm, seit Jonköping habe ich nicht mehr so nahe an der Eishalle gewohnt.


Der Haupteingang in den Gebäudekomplex

Petra ordert die zusätzlichen Tickets.


Zu den vorbestellten Karten wurden gleich noch ein paar zusätzliche Spiele geordert, die interessant sein könnten, dazu auch gleich das Eröffnungsspiel Kanada-Slowenien. Beim Einlaß in die Halle dann die nächste Überraschung. Sicherheitscheck? Rucksackkontrollen? Hosentaschen abklopfen? Fehlanzeige! Die Eintrittskarte wurde kurz gescannt und fertig. Da sind ja selbst die Kontrollen daheim in Nürnberg strenger und das will was heißen.

Die Eishalle, Heimstatt des QMJHL-Teams Halifax Mooseheads, ist recht ansehlich, mit einer Kapazität von 10500 Sitzplätzen (Stehplätze sind hier auch unbekannt). der Innenraum ist aufgeteilt in einen Unter- und Oberrang. Der Oberrang hat eine ungewöhnliche Konstruktion. Man sieht die komplette Spielfläche, aber die gegenüberliegende Tribüne wird durch davorgebaute VIP-Logen verdeckt. Videobeamer projizieren das Bild des Videowürfels auf die Wand, sodass man hier auch laufend im Bild ist. Ein kompletter Umlauf umgibt den Innenbereich mit einem großen Foyer auf einer Seite. In diesem befindet sich auch die Nova Scotia Hall of Fame, in der zur Laufzeit der WM eine Sonderaustellung zum Jungstar-Spieler Sidney Crosby, der aus Halifax stammt, stattfand. Zur Eröffnung der WM gab es eine kleine Länderparade und die kanadische Nationalhymne wurde live gesungen. Zum Spiel sei soviel gesagt, dass Kanada zwar recht zurückhaltend spielte, Slowenien aber trotzdem keine wirkliche Chance hatte

 
Original authentische Mounties!


Vom Oberrang leider nicht so deutlich: die Länderparade


Dafür dann auf dem Bildschirm das wichtigste :-)

In der Pause bis zum Abendspiel wurde dann das Fanfest von den deutschen Fans offiziell eröffnet. Viel mehr andere waren auch nicht da, es handelte sich dabei um einen gut versteckten Konferenz/Veranstaltungsraum im Keller des benachbarten World Trade Center. Im Verlauf der WM wurden dann noch ein paar Hinweisschilder aufgehängt.


Jepp, es war wirklich soo voll. :-)


Die erste der täglichen Bands hatte nicht grad viel Publikum.


Aber der Bierstand war doch immer gut besucht.

Beim Abendspiel traf die USA auf Lettland, das natürlich auch hier mit einer großen Anhängerschaft (ca. 1000 Letten) vertreten war. Zum Glück hatten die lettischen Tröten wohl nicht mehr ins Gepäck gepasst, die Letten beschränkten sich größtenteils auf stimmliches Anfeuern. Die Amerikaner kamen zwar auch nicht so richtig in Fahrt, konnten aber trotzdem ihren ersten Sieg einfahren. Der Abend nach dem Spiel war dann relativ früh zu Ende, irgendwann holt einen das Jetlag doch ein, aber es reichte doch noch für ein paar erste Biere im Maxwell's.


Die Letten kämpften tapfer.


Und die lettischen Fans wussten wie immer aufzufallen.



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