Der vorletzte Tag in Minsk. Den Mittag verbrachten wir diesmal in einem weißrussischen Restaurant, welches fast direkt neben unserer Wohnung lag. Auch die lokalen Spezialitäten sind recht schmackhaft. Danach trennten sich erstmal unsere Wege, Andi und ich wollten noch den zweiten Ground in der Chyzhowka-Arena machen, der Rest lieber noch anderweitige Ausflüge unternehmen. Die zweite Arena liegt genau in der entgegengesetzten Seite der Stadt und genauso weit draussen. Also erstmal ein ganzes Stück Metro fahren und dann mit einem Shuttle-Bus zur Halle. Hier war ebenfalls ein Fandorf vorhanden, nur nicht ganz so ausgedehnt, die Halle ist ja auch nur halb so groß. Als Partie hatten wir uns Dänemark-Kanada ausgesucht. Man sollte ja denken, dass es für so ein Spiel auch noch kurzfristig Karten gibt, aber Pustekuchen! Ausverkauft laut der leicht genervt klingenden Dame im Ticketcenter! Die Weißrussen sind echt eishockeyvernarrt! Kein Wunder, dass diese Weltmeisterschaft einen neuen Zuschauerrekord aufgestellt hat. Zum Glück trafen wir noch auf ein paar Fans aus Dresden, die auch noch Karten brauchten und Kontakt zu einem deutschen Schwarzhändler hatten. War dann etwas teurer, aber egal, waren gute Plätze im Unterrang. Auch die Chyzhowka-Arena ist modern und sehenswert. Beim Spiel hielten die Dänen anfangs recht gut mit, aber später wurde dann die kanadische Übermacht zu stark. Wieder angekommen in der Innenstadt beschlossen wir noch den gelungenen Tag im Minsker TGI Fridays Restaurant.


Arbeiter erneuern hier das Einheitszeichen auf dem Panzerdenkmal.


Die Minsker Metro ist nicht ganz so ausgedehnt wie ihr großes Gegenstück in Moskau.

Ein paar Aussenansichten der Chyzhowka-Arena

Noch nicht besonders viel los hier.

Der Komplex besteht aus einer Haupt- und einer Nebenhalle.

Die Halle ist innendrin auch ganz gemütlich.

Erstmal saubermachen

Der dänische Goalie war auf dem Posten.

Aber Kanada holt den Sieg recht entspannt.

Und mit diesem abendlichen Bild des Kaufhauses GUM verabschieden wir uns von Minsk!

Tag der Abfahrt! Alles zusammenpacken, Wohnung aufräumen und auf den Vermieter warten. Vorher wurden noch schnell die letzten zigtausend Rubel in materielle Werte (sprich Souvenirs) umgesetzt. Eigentlich wollte Ulli unseren Überflieger Tom noch am Flughafen absetzen, aber irgendwie hatte das Navi da Probleme bei der Lokalisierung, also wurde er dann doch per Taxi verabschiedet. Dann das Auto auffüllen und wir sagen Doswidanja Minsk! Hat uns sehr gefreut! Und normalerweise wären jetzt hier das Schlusswort fällig, aber da wir ja mit dem Automobil unterwegs waren, müssen wir ja auch wieder quer durch Polen zurück. Deshalb folgt jetzt Kultur Teil 2! Wieder ging es durch die nette, aber irgendwie uninspirierende Landschaft zur Grenze. Dort dann wieder eine Riesenschlange Autos. Fast zwei Stunden Wartezeit! Endlich am ersten Posten angekommen, bekamen wir auch gleich wieder eine Vorzugsbehandlung. An dieser Station waren sogar zwei Mädels in WM-Jacken, die uns dann sehr freundlich und beschleunigt durch das ganze Ausreiseprozedere geleitet haben. Also da muss man schon sagen, Hut ab, wie die sich um die Eishockeyfans gekümmert haben. Dann noch die polnische Grenzstation durch und wir waren wieder in der EU! Warum allerdings der polnische Zöllner gefragt hat, wieviel Liter Diesel wir dabei haben, bleibt mir schleierhaft. Auch wenn der Sprit in Belarus recht günstig war, fährt man doch sicherlich nicht zum Tanken rüber. :-) Erster Übernachtungsstop war dann Bialystok, eine mittelgroße Stadt in der Nähe zur Grenze. Eigentlich war diese Etappe gar nicht so weit, aber wir kamen relativ spät aus Minsk weg und die Wartezeit an der Grenze hatte auch einiges an Zeit gekostet. Bialystok hat ein kleines, aber feines Stadtzentrum, wo wir ein gutes Lokal mit dem etwas kuriosen Namen Esperanto fanden. Das dürfte wohl daran liegen, dass Ludwik Zamenhof, der Begründer der Kunstsprache Esperanto, in dieser Stadt geboren wurde. Das Essen war jedenfalls sehr üppig und lecker.


JAAAA! Sie haben uns wieder raus gelassen!


Die Basilika "St. Himmelfahrt Unserer Liebsten Frau Maria" im Zentrum von Bialystok

Marschall Jozef Pilsudksi, Staatschef von Polen nach dem Ersten Weltkrieg

Das Rathaus von Bialystok

Wow, was für eine Riesenportion!

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