Auf gehts's zur letzten Etappe! Zuerst machten wir nach einem recht spärlichen Frühstück noch einen schönen Strandspaziergang. Wer einen ruhigen Strandurlaub in Polen machen möchte, ist in Ustka genau richtig. Weiter, immer weiter und zwar zur Hafenstadt Stettin (polnisch Szczecin), direkt an der deutschen Grenze gelegen. Ulli hatte hier ein echtes Luxusapartment gefunden, feine Sache. Dann rein in die Stadt zum Bilder machen und noch ein paar Einkäufe erledigen fürs Frühstück am nächsten Morgen. Da es doch etwas mehr war, brachten wir alles zuerst mal in die Wohnung. Und dann passierte die einzige negative Sache während dieser Reise. In der kurzen Zeit während wir oben waren, hatte jemand das Beifahrerfenster unseres Autos eingeschlagen. Erbeutet hat der Dieb nichts ausser einer leeren Navi-Tasche, alles andere hatten wir mitgenommen. Unschöne Sache. Nach diesem leichten Schock wurde die weitere Stadterkundung gestrichen und stattdessen gleich ein in der Nähe liegendes Restaurant mit polnischen Spezialitäten aufgesucht. Von sowas lassen wir uns doch nicht den Abend verderben. 


Ein paar Einblicke in die Luxuswohnung.


Nette Dekoration!

Das Schlafzimmer einen Stock höher.

Und noch ein kleines Zimmer auf der zweiten Etage.

Sieht von außen eher unscheinbar aus.

Die Jakobikirche ist eine gotische Kathedrale und die größte Kirche in Pommern,

Rote Backsteingebäude sind hier recht üblich, dieses hier gehört zur Universität von Stettin.

Die Kirche St. Johannes der Täufer, ebenfalls eine Kathedrale.

"Nette" Überraschung

Unser recht urig aussehendes Restaurant in Stettin.

Sogar Schweine wurden da im Keller gehütet. :-)

Hier ein Bild von aussen, falls ihr mal in die Gegend kommt. :-.)

Abschlußbier in gemütlicher Runde

Und mit diesem Bild verabschieden wir uns von unserem Nachbarland.

Nach einem guten selbstgemachten Frühstück brachte uns das von allen Scherben gesäuberte Auto zurück nach Berlin. Zum Glück war das Wetter gut und relativ warm, damit war der Fahrtwind durch das offene Fenster gut zu verkraften. In der Hauptstadt angekommen verabschiedete ich mich von allen Indianern, orderte die nächste verfügbare Fahrt mit dem Postbus nach Nürnberg (ohne Verspätung) und war dann am frühen Abend wieder im schönen Franken.

Fazit: Sportlich gesehen eine WM, bei der man absolut gesehen ähnlich schlecht abgeschnitten hat wie Bern 2009. Allerdings war der Kader ja auch recht jung und musste die zahlreichen Absagen der Führungsspieler verkraften. Warten wir mal nächstes Jahr ab. Und zum WM-Gastgeber: Beeindruckend! Die ganze Stadt war komplett auf die WM gepolt, die Organisation war perfekt und ich denke alle ausländischen Fans haben sich wohl gefühlt. Die Einheimischen waren alle sehr freundlich und haben die WM offensichtlich als eine große Partyzeit genutzt. Zugegeben, ich würde Weißrussland jetzt nicht als touristisches Highlight empfehlen und man weiss ja auch nicht, wie es dort zu "normalen" Zeiten zu geht. Während der WM war jedenfalls nichts negatives zu bemerken. Noch ein paar Worte zu Minsk: Ich habe bisher keine Großstadt gesehen, die sauberer, ordentlicher und vom Gefühl her sicherer war. Keine Grafittis an den Wändern, bis auf ein paar harmlose alte Frauen keine Bettler oder Obdachlose. Polizeipräsenz war fast überall vorhanden, diese hielt sich aber stark im Hintergrund. Ganz so harmlos sind sie aber wohl nicht, denn wie uns ein Einheimischer bestätigte, war der Versuch, einen Polizisten um ein Foto mit uns zu bitten, eine "very bad idea". Zum Glück hatten sie wohl Anweisung, die komischen Eishockeyfans zu tolerieren. :-)

. Danke auch an Ulli & Co für die vielen schönen Eindrücke in den verschiedenen Zwischenstationen. Dadurch ist der Reisebericht einen ganzes Stück größer ausgefallen als üblich. Nächtes Jahr geht es wieder in bekanntere Gefilde. Der WM-Zirkus gastiert erneut in Prag und Ostrava. Dann wollen wir mal hoffen, dass die Tschechen dann etwas entspannter sind und nicht wieder eine Hochsicherheits-WM veranstalten. Uvidíme se v Praze!

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