Das zweite Spiel gegen Lettland fand gleich am nächsten Tag und auch wieder mittags statt (na gut, eine Stunde später). Diesmal fuhren wir auch hinwärts mit dem Bus und konnten uns etwas mehr Zeit lassen. Ein, zwei Biere zur Einstimmung und wieder rein in die Halle. Gegen die Letten lief das Spiel schon flüssiger als gestern, aber auch der Gegner konnte gut mithalten. Auftritt Penalty-Held Thomas Oppenheimer, er macht das Ding und die paar Restminuten werden noch gut durchgebracht. Offensichtlich haben die lettischen Fans auch ein gutes Spiel gesehen, von schlechter Stimmung keine Spur, gemeinsames Feiern war angesagt. Diesmal wurde dann der Abend auf einem der beiden Fanfeste verbracht. Das haben die Weißrussen ganz clever gemacht. Da beide Arenen relativ weit abseits liegen, wurde ein Fanfest beim riesigen Hostelkomplex (in dem ein Großteil der Fans untergebracht war) und eines nahe der Innenstadt installiert. Hier gab's eine große Showbüne, zahlreiche Buden mit örtlichen Spezialitäten und ein ausgedehnter Biergarten. Das Fest wurde auch von den Einheimischen die ganze Zeit über ausgiebig frequentiert und lief täglich bis 1 Uhr nachts oder noch länger. Tagsüber traten hier Folkore-Gruppen mit traditionellen Tänzen oder Liedern auf, am Abend heizten dann Rockbands oder Techno-DJs das Tanzvolk an. Hier war auf jeden Fall mehr Party als bei so mancher "westlicher" WM. Auch eine gute Gelegenheit, um mit Einheimischen in Kontakt zu kommen, die alle super freundlich und nett waren. Das einzige Kontakthindernis waren mangelnde Englischkentnisse. Alle haben sich offensichtlich sehr gefreut, so einen Haufen ausländischer Fans aus allen Ecken in ihrer Heimatstadt begrüssen zu dürfen.


Die Arena macht schon einen tollen Eindruck von aussen.


Die zwei Mädels vorne waren nur zufällig im Bild. :-)

Auch heute verfolgen wir das Spiel im Oberrang.

Lief ja ganz gut heute.

Auch lettische Fans können schräg drauf sein. :-)

Beim Ulli rollt der Rubel!

So läuft das richtig!

Gutes Spiel heute! Wer ahnt denn, dass es so ziemlich das beste der WM war.

Auch Lettland hat offensichtlich nette Mädels.

Macht mal Stimmung!

Blick von der anderen Seite auf den Außenbereich

Überall gute Laune!

Da fragt man sich ja, wer heute gewonnen hat. :-)

Ernsthafte Anbahnung eines Ost-West-Kontakts

Die Kostümfreude der Finnen begeistert uns immer wieder.

Und laut waren sie auch noch!

Eine einheimische Coverband heizte auf dem Fanfest gut ein.

Imposante (und riesige) Wohnanlage auf der anderen Seite des Sees.

Schön rockig wurde es dann am späten Abend.

Spielfreier Tag heute, also ganz entspannt fertigmachen und dann auf zur weiteren Stadterkundung! Nun gut, Minsk ist zwar eine sehr weitläufige Stadt, aber der tatsächlich sehenswerte Bereich ist dann doch überschaubar. Hauptsächlich halt die prachtvolle sowjetische Architektur. Jaja, natürlich gibt's da noch mehr in dieser Stadt, aber nicht in angenehmer Fußreichweite. Wir spazierten also am Prospekt Nezavisimosti entlang, sozusagen der Shopping-Boulevard der Stadt. Hier befindet sich das bekannte Kaufhaus GUM sowie zahlreiche andere Geschäfte mit bekannten Marken und auch Lokale für den kleinen und großen Geldbeutel. Am Ende liegt der Lenin-Platz, wo der große Staatenlenker als Statue über die Geschicke der Stadt wacht. Mit Ehrenwache, Kränzen und so. Jedenfalls ein sehr populäres Fotomotiv. Hinter der mächtigen Statue sieht man das ebenso mächtige und extrem sowjetisch aussehende weißrussische Regierungsgebäude. Unter dem weitläufigen Platz, der zu den größten in Europa gehört, befindet sich ein ebenso weitläufiges Einkaufszentrum, das "Stolitsa Shopping Center", welches sich nur durch die kyrillische Schrift von seinen Gegenstücken weiter westlich unterscheidet. Animiert von einer freundlichen Kellnerin genossen wir erstmal 1-2 Bier in einem Sushi-Restaurant, bevor es weiterging. Das Center war auch gut auf Touristen vorbereitet, es liefen sogar junge Mitarbeiterinnen rum, auf deren T-Shirt "I speak English. Ask me" stand. Nett :-) Im Untergeschoss fanden wir eine Sportsbar und schauten uns noch ein wenig Eishockey (mit Bier) an. Weitere Exkursionen wurden dann vom Wetter verhindert, es regnete in Strömen! Deshalb dann lieber eine kurze Fahrt mit der Metro zurück zum Oktoberplatz. Die Metrozüge ähneln ihren Moskauer Vettern sehr stark, aber die Stationen liegen längst nicht so tief unten. Daheim angekommen gab es dann eine zünftige Zimmerparty mit Eishockey im riesigen TV, weißrussischem Wodka, fränkischem Obstler und zum Abschluss noch schottischem Whisky. Ihr seht, wir sind komplett multikulturell eingestellt. Viel blieb nicht übrig. :-)


Die Lichtkuppeln des Einkaufszentrums ansprechend verziert.


Das Gebäude der Minsker Metro-Verwaltung

Dieses imposante Haus ist das Hauptgebäude der Universität von Minsk.

Auch die Tschechen ließen sich gerne mit so einer bekannten Persönlichkeit ablichten.

Argwöhnisch beobachtet vom etwas abseits stehenden Wachposten.

Wie ihr seht, ist auch hier alles auf die Weltmeisterschaft getrimmt.

So sieht das doch gut aus.

Abhängen in der Sportsbar.

Ja, das sind doch die richtigen Souvenirs, gell Ulli? :-)

Unsere Hausbar im geleertem Zustand.

Eishockey lief da ständig fast 24h im TV

So kann man doch leben, oder? Prost Jungs!

Noch ist diese Flasche gefüllt. :-)

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