Am nächsten Morgen war ich als letzter beim Frühstück, sogar Sven war vor mir. Sollte mir das zu denken geben? Diese Frage überlasse ich dem geneigten Leser. Heute war wieder Kultur angesagt. Ich und Masha führen zum Prater, auf dem wenig los war. Natürlich durfte hier die Fahrt mit dem Riesenrad nicht fehlen, das einem auch einen guten Überblick über Wien bietet.


Das Riesenrad bei ziemlich miesem Wetter.


Die Skyline der UNO City fällt ziemlich auf im Wiener Stadtbild.

Als zweiten Kulturpunkt steuerten wir das Hundertwasserhaus an. Auf dem Weg dahin begegneten uns Guido mit Kumpanen. Zusammen bewunderten wir dieses verdrehte Haus (leider nur von aussen), dass von dem bekannten Künstler gestaltet wurde und dem Reiseführer zufolge "wie ein bengalisches Feuer auf Touristenbusse wirkt" und ließen uns dort im Hundertwasser-Cafe nieder. Kaum saßen wir, legte ein Regensturm los, der alle ins Innere trieb. Wo Guido dann zufällig und kostenlos an einen Germknödel kam.



Um in einem solchen Haus zu wohnen, muss man auch schon etwas verdreht sein.


Mahlzeit Guido!

Als nächstes sollte noch das Schloss Belvedere besichtigt werden, dass laut Reiseführer in der Nähe vom Karlsplatz liegen sollte. Dort angekommen konnten wir aber auf Anhieb nur die Karlskirche lokalisieren.


Und hier der Beweis, dass man seiner Umgebung immer genug Aufmerksamkeit widmen sollte: Beim langsamen Dahinschlendern und Studieren des Reiseführers übersah ich eine niedrige Treppenstufe am Brunnen und hatte plötzlich heftigen Bodenkontakt. Sah laut den Augenzeugen richtig dramatisch aus. Ergebnis: Schürfwunden an der Stirn und Nase (harmlos), eine verbogene Brille (korrigierbar) und ein geprelltes Knie sowie ein verstauchter Fuss (nicht so leicht korrigierbar). Nach ein paar Schritten konnte ich doch davon überzeugt werden, das Sightseeing für heute zu beenden. Im Hotel hatte ich dann erstmal den Schaden begutachtet und beschlossen, dass der Fuss noch den Weg bis zum Lokal mit Eishockey-Übertragung aushält. Dort sahen wir den Sieg der Schweden sowie mal wieder einen genauso dramatischen Untergang der Ösis. Gute Nacht.

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