Der nächste Morgen (diesmal ein wirklicher Morgen) war grausam, da wir schon zu nachtschlafender Zeit aufstehen mussten, um alles einzupacken und unseren Mittagsflieger zu erwischen. Das ging zum Glück relativ einfach dank einer direkten Shuttlezugverbindung zwischen dem Kiever Bahnhof und dem Flughafen Vnukovo.


Netter kleiner Bahnhof. Aber natürlich nur einer der vielen Bahnhöfe.

Nach dem passieren von drei immer schärfer werdenden Sicherheitskontrollen inklusive der Ausreisekontrolle (die zum Glück genauso unproblematisch war wie die Einreise) waren wir dann zusammen mit einem Haufen anderer deutscher Fans im Flieger angekommen, der den Rückflug in Rekordzeit absolvierte (wollte wohl den Hinflug gutmachen?). Nach der Verabschiedung von allen orderten wir den nächsten verfügbaren Mietwagen und waren dann ein paar Stunden wieder im schönen Frankenland. Wo wir dann im TV den Grund sahen, warum sich ein Tag länger doch gelohnt hätte (seufz).


Guido begutachtet etwas Spielzeug. Man fragt sich, was sich die junge Frau dahinter dabei dachte. :-)


Jens trainiert seine Russischkenntnisse an einer örtlichen Zeitung.

Es war diesmal leider eine recht kurze Weltmeisterschaft für mich, eigentlich viel zu kurz, aber irgendwoher muss ja noch das Geld für die nächste Dauerkarte herkommen. :-) Aber auch in dieser kurzen Zeit haben wir faszinierende Eindrücke einer Weltstadt mit einer Mixtur aus westlichem Flair und russischer Kultur vermittelt bekommen. Die meisten Russen sind freundliche und hilfreiche Menschen (auch wenn die Kommunikation manchmal schwierig ist). Noch um einiges freundlicher werden die Leute, wenn man versucht, ein paar Worte in der (schweren) Landessprache zu sprechen. Wer die Gelegenheit hat, sollte sich diese dynamische Metropole nicht entgehen lassen, wir haben bestenfalls die Oberfläche angekratzt. Und es stimmt zwar, dass Moskau ein teures Pflaster sein kann, aber genauso gibt es immer Möglichkeiten, sich relativ preiswert zu versorgen und unterzukommen. Und gelernt habe ich außerdem, dass es deutlich weniger Nerven kostet, sich einer anderen Gruppe anzuschliessen als selbst zu organisieren. :-)

Zwei Tage vor Fertigstellung dieses Berichts hat die deutsche Nationalmannschaft ihr letztes Spiel gegen Weißrussland gewonnen und damit den 9. Platz in der Weltrangliste gesichert. Schade, dass es nicht mehr für das Viertelfinale gereicht hat, aber es war auch so ein erfolgreiches Turnier. Nächstes Jahr wird der internationale Eishockeyverband IIHF hundert Jahre alt und ihm zu Ehren wird die WM im Mutterland des Eishockeys stattfinden: Kanada! Und ich bin sicher, man wird auch dort wieder ein deutsches Fankontingent antreffen. Also dann: See you in Canada, buddies!


So long and thanks for all the fish!

Zahlreiche, nicht in diesem Bericht verwendete Moskau-Bilder findet ihr in meiner.Bildergalerie.

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